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Haustechnik
Steuerungs- und Schutzsysteme sind zentrale Bestandteile jeder zukunftssicheren Elektroinstallation. Intelligente Bus- und Netzwerksysteme vernetzen Sensoren, Aktoren und Steuerzentralen effizient und ermöglichen eine flexible Anpassung an neue Anforderungen – ohne aufwendige Nachinstallationen. Gleichzeitig müssen Stromkreise präzise geplant und normgerecht abgesichert werden, um Personen- und Anlagenschutz zuverlässig zu gewährleisten.
Der Zählerschrank übernimmt dabei als zentrale Schalt- und Verteilerstelle eine Schlüsselrolle: Hier sorgen Fehlerstrom-Schutzschalter (FI) und Leitungsschutzschalter für maximale Betriebssicherheit und erfüllen alle VDE-Richtlinien. Wer bei Steuerung und Schutz keine Kompromisse eingeht, investiert in Sicherheit, Effizienz und Zukunftsfähigkeit. Lassen Sie sich jetzt von unseren Experten beraten und sichern Sie Ihre Elektroinstallation professionell ab!
Moderne Elektroinstallationen trennen konsequent zwischen Energie- und Informationsflüssen. Über Bussysteme werden Steuerbefehle und Daten effizient transportiert – unabhängig von den Leitungen, die die eigentliche Energie liefern. Aktoren (Verbraucher) und Sensoren (Befehlsgeber) werden dabei über eine einzige Busleitung aus Kupfer miteinander verbunden. Alle Steuerprozesse im Gebäude laufen strukturiert über diesen Installationsbus, der nach definierten Protokollen arbeitet.
Der große Vorteil: Für neue Funktionen oder geänderte Anforderungen ist keine zusätzliche Verkabelung nötig. Stattdessen wird das bestehende System einfach umprogrammiert. Busnetzwerke wie KNX, LON oder LCN ermöglichen durch ihre dezentral programmierbare Struktur maximale Flexibilität bei Erweiterungen oder Anpassungen.
Ein weiterer Kernaspekt moderner Elektroinstallationen ist die Integration einer leistungsfähigen Netzwerkinfrastruktur. Eine strukturierte Datenverkabelung für Ethernet, WLAN und andere Kommunikationsprotokolle bildet die Basis für Smart-Home-Lösungen, Unterhaltungselektronik, Büroarbeitsplätze und zahlreiche weitere vernetzte Anwendungen. Nur mit einer durchdachten Netzwerkplanung wird die Elektroinstallation den wachsenden Anforderungen an digitale Gebäude gerecht.
In Wohngebäuden müssen Beleuchtung, Steckdosen und Großgeräte jeweils über getrennte Stromkreise betrieben werden. Dadurch werden Überlastungen vermieden und die elektrische Sicherheit deutlich erhöht. Eine klare Trennung der Stromkreise ist daher nicht nur sinnvoll, sondern gemäß VDE-Vorschriften auch erforderlich.
Für die Beleuchtung ist pro Etage oder Funktionsbereich ein separater Stromkreis vorzusehen. In kleineren Einheiten kann auch ein Stromkreis mehrere Räume versorgen.
Beleuchtungsstromkreise werden in der Regel mit 10 A abgesichert, was in Wohnbereichen ausreicht. Schalter und Leitungen müssen entsprechend ausgelegt sein.
Größere Anlagen zur Beleuchtung, wie in Werkstätten oder Gewerberäumen, können je nach Last 16 A oder 20 A erforderlich sein. Hier ist eine individuelle Planung durch eine Elektrofachkraft notwendig.
Die Anzahl der Steckdosenstromkreise hängt von der Wohnfläche und der Anzahl der Verbraucher ab.
Mindestens ein Steckdosenstromkreis pro 20 m² Wohnfläche wird empfohlen, in Räumen mit hoher Gerätezahl, wie Küche oder Wohnzimmer, deutlich mehr.
Idealerweise erhält jeder stark genutzte Raum (z. B. Küche, Büro, Wohnzimmer) einen eigenen Stromkreis. Das verhindert Überlastungen und erleichtert spätere Erweiterungen.
Bei der Planung sollten zukünftige Nutzungsänderungen (z. B. Umbau zum Homeoffice) von Anfang an mitbedacht werden.
Große Geräte wie Waschmaschinen, Trockner, Elektroherde, Geschirrspüler, und solche mit hoher Leistungsaufnahme (Durchlauferhitzer, Wärmepumpen) sollten in jedem Fall über eigene Stromkreise angeschlossen werden.
Jeder dieser Stromkreise ist separat abzusichern und auf die jeweilige Last auszulegen.
Für Geräte mit Frequenzumrichtern (z. B. moderne Waschmaschinen oder Wärmepumpentrockner) ist der Einsatz eines Fehlerstromschutzschalters (FI) vom Typ F empfehlenswert. Dieser erkennt auch Fehlerströme mit Mischfrequenzen.
Die DIN 18015 definiert bspw. die Mindestanforderungen für die Elektroinstallation in Wohngebäuden. Dafür werden Aspekte wie die Anzahl und Position der Steckdosen, Schalter und Lichtauslässe berücksichtigt. Die Planung nach DIN-Normen sorgt dafür, dass die Elektroinstallation den aktuellen technischen Standards entspricht und den Bedürfnissen der Nutzer gerecht wird.
DIN 18015–1 Planungsgrundlagen: elektrische Ausstattung und Verfügbarkeit elektrischer Anlagen
DIN 18015–2 Art und Umfang der Mindestausstattung: Ausstattungswerte elektrischer Anlagen = heutige Komfort- und Sicherheitsbedürfnisse
DIN 18015–3 Leitungsführung und Anordnung der Betriebsmittel
DIN 18015–4 Gebäudesystemtechnik
DIN 18015–5 Bereiche luftdichte und wärmebrückenfreie Elektroinstallation
In der aktualisierten Fassung DIN 18015-2:2021-10 wurden von der HEA (Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung) über die Mindestanforderungen hinaus weitere Festlegungen in der Richtlinie RAL-RG 678 definiert. Diese entspricht nun dank der Überarbeitung dem aktuellen Stand der Technik.
Die Richtlinie RAL-RG 678 beschreibt Anzahl der Stromkreise, Steckdosen, Beleuchtungsanschlüsse und Anschlüsse für weitere Gegenstände (wie z. B. Waschmaschine, Elektrofahrzeug). Dabei wird Ausstattung in drei Gruppen eingeteilt:
Mindestausstattung: Ausstattungswert 1
Standardausstattung: Ausstattungswert 2
Komfortausstattung: Ausstattungswert 3
Ausstattungsstandards für Gebäudesystemtechnik: 1plus, 2plus, 3plus
Der Zählerschrank ist die zentrale Einheit der Elektroinstallation, von der die gesamte Energieverteilung im Gebäude gesteuert und überwacht wird. Während die Betriebssicherheit zum Standard zählt, ist für die Zukunft eine Möglichkeit zur Erweiterung von Vorteil.
Stromzähler und Leitungsschutzschalter befinden sich im Zählerschrank, wo auch der Strom über die Hauptleitung hinführt.
Leitungsschutzschalter / Sicherungen mit max. Bemessungsstrom von 63 A
Anschlussklemmen für die Niederspannungsinstallation
Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schutz)
Besonderes Augenmerk gilt dem Fehlerstrom-Schutz durch FI-Schalter, die im Ernstfall Leben retten. Die FI-Schalter erkennen selbst geringste Differenzströme und unterbrechen blitzschnell den Stromkreis, bevor gefährliche Berührungsspannungen entstehen. Ergänzt wird der Schutz durch eine konsequente Führung der Schutzleiter sowie durch Absicherungen, die exakt den Vorgaben der VDE-Normen entsprechen. So entsteht ein mehrstufiges Schutzkonzept, das Personen, Sachwerte und die gesamte Installation zuverlässig absichert.
Stromkreise müssen seit 2009 mit einfach zu bedienenden Steckdosen auf diese Weise abgesichert werden.
Wer bei Zählerschrank und Schutzschaltern auf professionelle Beratung und exakte Umsetzung setzt, vermeidet teure Nachrüstungen und sichert den langfristig störungsfreien Betrieb. Lassen Sie sich von unseren Fachleuten beraten und sorgen Sie dafür, dass Ihre Elektroinstallation höchsten Sicherheits- und Effizienzansprüchen gerecht wird. Jetzt Termin vereinbaren!