Header überspringen
Agrar

Ein Schritt Richtung Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit im Fokus: HaGe geht voran und ist erstes deutsches Unternehmen, das Mischfutter gemäß FEFAC-Richtlinien klimadeklariert.

Zwei Haende mit Futter

In Zukunft wird das Futtermittel der team Gruppe mit einem Klimafußabdruck versehen.

Die Hauptgenossenschaft Nord AG (HaGe) geht voran und ist nun das erste Unternehmen in Deutschland, dass seine hergestellten Mischfutter gemäß den internationalen Richtlinien der European Feed Manufacturers' Federation (FEFAC) klimadeklariert. Damit soll es Landwirt:innen erleichtert werden, ihre Klimaanstrengungen zu dokumentieren. Ab dem 1. Mai kann die HaGe bei allen gelieferten Mischfuttern die Klimaauswirkungen des jeweiligen Produktes je Tonne ausweisen.

Wir machen uns für die Zukunft bereit

„In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und Klima ganz oben auf der Agenda stehen, wird es noch wichtiger, den landwirtschaftlichen Klimafußabdruck berücksichtigen zu können. Wir machen nicht nur uns für die Zukunft bereit, sondern auch unsere Kund:innen und ihre landwirtschaftlichen Betriebe. Als erster Schritt sind es nur Zahlen, die unsere Kund:innen bekommen können, langfristig ist es aber wahrscheinlich auch realistisch, dass „Klimakonten“ zur Pflicht für die Landwirt:innen werden könnten. Deshalb glauben wir, dass wir unsere Kund:innen mit diesem Projekt gut auf die Zukunft vorbereiten und gleichzeitig einen ernsthaften Beitrag zur Nachhaltigkeitsagenda leisten“, so Bent Nissen, Vorstandsvorsitzender der HaGe.

Die Berechnungen erfolgen über die Datenbank der FEFAC zur Klimawirksamkeit aller Rohstoffe und Futtermischungen. Hier gibt es eine große Menge Daten zu allen von der HaGe genutzten Rohstoffen. „Wir haben unsere Daten sehr genau analysiert und anhand der Herkunft der Rohstoffe, des Transports zum Mischfutterwerk, unserer Produktion in den Werken und des finalen Transports zu den Kund:innen die Klimaauswirkungen unserer Mischfutter berechnet“, erklärt Ida Steensen, Geschäftsbereichsleiterin Futter der HaGe.

„Jetzt weisen wir zunächst die Klimawirksamkeit pro Tonne Futtermittel aus, aber hier hört die Arbeit noch lange nicht auf. Als nächsten Schritt können wir in der Wertschöpfungskette weiterarbeiten und damit beginnen, die Futtermittelstrategie so zu optimieren, dass wir am Ende bei einer geringstmöglichen Belastung des Endproduktes stehen“, berichtet Ida Steensen und fährt fort: „Es war uns wichtig, die gemeinsamen europäischen Standards zu verwenden, damit wir die Daten für die weitere Zusammenarbeit in der Wertschöpfungskette nutzen können. Es ist sehr schön, eine Futtermischung mit einem niedrigen Preis und einem niedrigen CO2-Fußabdruck zu kaufen, aber wenn dieses vielleicht schlechter verwertbar ist und die Tiere somit mehr Futter verbrauchen, ist der Fußabdruck am Ende eventuell wieder höher.“

Ein wichtiger Schritt

Die HaGe sieht diese Initiative daher als einen wichtigen Schritt, um den Landwirt:innen einen Überblick zu geben, an welchen Schrauben sie drehen können, um die Produktion auf den Betrieben in eine nachhaltigere Richtung zu lenken und gleichzeitig die Produktivität zu erhalten.

Auf den Futtermischungen der HaGe wird die Gesamt-CO2-Belastung pro Tonne ausgewiesen.

Die HaGe basiert die Daten auf den Richtlinien PEFCR (Product Environmental Footprint Category Rules) und den Daten aus der gemeinsamen Datenbank der internationalen Futtermittelindustrie GFLI (Global Feed LCA Institute, welche von der EU zugelassen sind.

Der Fußabdruck jedes Rohstoffs wird von der GFLI abgebildet. In der Datenbank finden sich Werte von über 1.200 Rohstoffen.

Zusätzlich verwendet die HaGe eigene Daten über den Transport der Rohstoffe, die Verarbeitung in den Futtermittelfabriken sowie die Transportfahrten zu den Kund:innen.