Innenausbau

Estrich - stabile Basis für Bodenbeläge

Handwerker verteilt und glättet Estrich

Der Estrich bildet die tragende und belastbare Schicht im Bodenaufbau eines Gebäudes. Er bietet eine hohe Belastbarkeit, die jedem Alltagsgebrauch standhält, selbst bei starker Beanspruchung durch Möbel o. ä.

Neben der Belastbarkeit ist die Ebenheit des Estrichs ein entscheidendes Kriterium. Eine präzise ausgeführte, ebene Fläche bildet die ideale Grundlage für den nachfolgenden Bodenbelag wie Fliesen, Parkett, Laminat oder Teppich. Er schafft eine stabile und tragfähige Basis, auf der die Beläge fachgerecht haften können und somit für eine langlebige Nutzung sorgen.

Bei der Suche nach dem für die jeweiligen Anforderungen passenden Estrichs kann zwischen verschiedenen Estricharten, wie Zementestrich, Anhydritestrich und Gussasphaltestrich, ausgewählt werden.

Als kompetenter Partner rund um Baustoffe bieten wir von team baucenter alles, was Sie für die Planung und Verlegung des idealen Estrichs benötigen. Mit hochwertigen Materialien, Fachberatung und einem breiten Sortiment unterstützen wir Sie bei der Auswahl des passenden Estrichs für Ihr Bauprojekt. Vertrauen Sie auf unsere Erfahrung!

Estricharten im Überblick

Nicht jeder Estrich eignet sich für jedes Bauvorhaben. Den richtigen Estrich zu finden, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der geplanten Nutzung, der zu erwartenden Belastung und dem vorhandenen Untergrund. Außerdem spielen das Budget und der geplante Zeitrahmen eine Rolle.

Zementestrich – Eigenschaften, Vorteile, Einsatzbereiche

Zementestrich ist der am häufigsten verwendete Estrich, der durch seine hohe Festigkeit und Dauerhaftigkeit überzeugt. Er besteht aus Zement, Wasser und Zuschlägen, was ihm eine robuste und belastbare Oberfläche verleiht. Zu den Vorteilen zählen seine gute Verarbeitung und die hohe Tragfähigkeit, weshalb er sich sogar für stark beanspruchte Bereiche von Wohn- und Gewerbeflächen eignet. Zementestrich findet Einsatz in unterschiedlichsten Bauprojekten, beispielsweise in Wohnräumen, Feuchträumen, im Keller, im Außenbereich oder in gewerblichen oder in öffentlichen Gebäuden.

Anhydritestrich – Vorteile, Nachteile, Feuchtigkeitsempfindlichkeit

Anhydritestrich, auch als Calciumsulfat-Estrich bekannt, überzeugt durch seine schnelle Verarbeitung, gute Flächenebenheit und geringe Verdichtungsneigung. Er eignet sich besonders für geradlinige, glatte Oberflächen in Innenräumen und ermöglicht eine zügige Verlegung von Bodenbelägen. Zu den Vorteilen zählen seine hervorragenden Wärmedämmeigenschaften und die geringe Schrumpfung, was zu einem geringeren Risiko von Rissen führt. Allerdings ist Anhydritestrich empfindlich gegenüber Feuchtigkeit und eignet sich daher nicht für Feuchträume und Außenbereiche.

Gussasphaltestrich – Robustheit, schneller Einbau

Gussasphaltestrich zeichnet sich durch seine außergewöhnliche Robustheit und Langlebigkeit aus, wodurch er auch in stark beanspruchten Bereichen zuverlässig eingesetzt werden kann. Dank seiner wasser- und chemikalienresistenten Eigenschaften eignet er sich hervorragend für Industrie- und Nassräume, aber auch als Untergrund unter Parkett. Darüber hinaus ist er besonders trittschalldämmend. In Verbindung mit einer Estrichdämmung eignet er sich daher besonders gut für Altbausanierungen. Ein Nachteil ist, dass Gussasphaltestrich nicht pumpfähig ist, so dass die Verlegung in höheren Stockwerken erschwert wird.

Magnesiaestrich – Spezielle Einsatzgebiete

Magnesiaestrich kommt insbesondere bei Sanierungen, im Industrie- und Gewerbebau sowie bei ökologischen Bauweisen zum Einsatz. Er eignet sich besonders für den Innenbereich in trockenen Räumen. Dank seiner schnellen Trocknung und hohen Festigkeit ist er eine zuverlässige Wahl. Zudem ist er staubarm und zeichnet sich durch gute Schalldämm- und Wärmedämmeigenschaften aus. Darüber hinaus bietet Magnesiaestrich eine hohe Gestaltungsflexibilität und kann auf verschiedenen Untergründen eingesetzt werden.

Kunstharzestrich – Hohe Belastbarkeit, Industrieeinsatz

Kunstharzestrich besticht durch seine außergewöhnlich hohe Belastbarkeit und Strapazierfähigkeit, weshalb er sich ideal für den Einsatz in Industrie- und Gewerbeflächen eignet. Er kann schweren Maschinen und hohem Verkehrsaufkommen standhalten, ist unempfindlich gegenüber chemischen Einflüssen, Feuchtigkeit und Wasser sowie frostbeständig. Die Verlegung erfolgt nahezu nahtlos, erfordert jedoch einen aufwendigen Prozess, da die Zusammensetzung exakt auf die jeweiligen Temperaturbedingungen abgestimmt werden muss, um eine optimale Verarbeitung bis zum Abbinden zu gewährleisten. 

Fließestrich – Schneller Einbau, selbstnivellierend

Fließestrich zeichnet sich durch seinen schnellen Einbau und seine selbstnivellierende Eigenschaft aus. Durch seine flüssige Konsistenz verteilt er sich gleichmäßig auf der Oberfläche, wodurch eine nahezu perfekte, glatte und ebene Fläche entsteht. Diese Eigenschaften ermöglichen eine zügige Verlegung und sorgen für eine präzise Basis für die späteren Bodenbeläge. Besonders in Renovierungsprojekten und bei großen Flächen ist Fließestrich eine effiziente Lösung, um Zeit und Arbeitsaufwand zu minimieren. 

Trockenestrich – Schnelle und saubere Verlegung

Beim Trockenestrich kommen keine nassen Materialien wie Estrichmischungen zum Einsatz, daher entfallen Trocknungszeiten, was den Baufortschritt erheblich beschleunigen kann. Zum Einsatz kommen stattdessen vorgefertigte Platten aus Gips oder Holzwerkstoffen, Dämmstoffe und bei Bedarf Ausgleichsschüttungen, die direkt auf den Untergrund verlegt werden. Diese Methode ermöglicht eine schnelle Verarbeitung, minimalen Arbeitsaufwand und eine rasche Begehbarkeit. Trockenestrich ist besonders bei Renovierungsprojekten beliebt, da er flexibel, sauber und schnell einsatzbereit ist.

Blick von aussen auf den modernen Eingangsbereich
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Vorteile von Estrich

Funktionen von Estrich

  • Ausgleichen von Unebenheiten – Vorbereitung für Beläge  
    Estrich gleicht Unebenheiten im Rohboden aus. Dadurch wird eine ebene Oberfläche geschaffen, die für die Verlegung von Bodenbelägen notwendig ist.  

  • Wärme- und Trittschalldämmung – Energieeffizienz steigern  
    Mit einer zusätzlichen Estrichdämmung, bestehend aus Trittschalldämmung und Wärmedämmung, verbessert Estrich den Wärme- und Trittschallschutz. Das trägt zu einer höheren Energieeffizienz des Gebäudes bei.  

    Estrich verlegen – Konstruktionen & Verlegearten

    Nassestrich wird als Verbundestrich, schwimmender Estrich oder als Estrich auf Fußbodenheizung verlegt. Alternativ ist es möglich, Gipsfaser-, Holzwerkstoff- oder Leichtbetonplatten schwimmend zu verlegen. Bei dieser Trockenestrich Methode kann der Boden direkt im Anschluss der Verlegung betreten werden.  

Handwerker glättet Estrich mit Rakel

Verbundestrich

Estrich wird direkt auf dem Rohboden ohne Trenn- oder Dämmschicht verlegt. Diese kostengünstige Methode erfüllt in der Regel nicht die Anforderungen an den Trittschallschutz, weil Schall leicht durch den Boden in angrenzende Räume übertragen werden kann.

Handwerker glättet Estrich

Schwimmender Estrich

Bei dieser Methode wird der Estrich mithilfe einer Trenn- oder Dämmschicht komplett vom Rohboden getrennt verlegt. Der Trittschallschutz wird verbessert, da der Schall nicht direkt durch den Boden übertragen wird. Aus diesem Grund erfüllt der schwimmende Estrich höhere Anforderungen an den Schallschutz. Die Verlegung von schwimmendem Estrich ist Standard, nicht nur in Gebäuden wie Mehrfamilienhäusern, Hotels etc., in denen Trittschallschutz eine wichtige Rolle spielt.

Bauarbeiter beim Einbringen von flüssigem Estrich auf einer Baustelle, sichtbar ist eine Fußbodenheizung im Boden

Estrich auf Fußbodenheizung

Estrich lässt sich hervorragend mit einer Fußbodenheizung kombinieren, weil er die Heizungsrohre nahtlos umschließt und eine hervorragende Wärmeleitfähigkeit hat. Für Estrich auf Fußbodenheizung, auch Heizestrich genannt, sind beispielsweise der Anhydrit-Fließestrich und der Zementestrich ideal geeignet. 

große leere Halle mit Estrich

Industrieestrich

Mit einer zusätzlichen hoch belastbaren Schicht wird Industrieestrich überall dort eingesetzt, wo Böden extrem starken mechanischen Belastungen ausgesetzt sind. In Lagerhallen, Logistikzentren, Fabriken oder Werkstätten wirken schwere Lasten auf den Boden ein, die zum Teil von Transportfahrzeugen und Maschinen herrühren.

Wie wird Estrich verarbeitet?

Bevor Estrich aufgetragen werden kann, muss der Untergrund gründlich vorbereitet werden. Dies umfasst das Reinigen, Entfernen von Staub und Schmutz sowie das Reparieren von Rissen und Unebenheiten.

Estrich wird durch das sorgfältige Mischen von Zement, Sand, Wasser und Zusatzstoffen hergestellt. Die genauen Mengeneinheiten ergeben sich aus der Art des Estrichs und den spezifischen Anforderungen des Projekts.

Handwerker mischt und gießt Estrich

Die Estrichmischung wird gleichmäßig auf den vorbereiteten Untergrund aufgetragen.

Anschließend wird die Oberfläche geglättet und nivelliert, um eine ebene Oberfläche zu schaffen.

Dies kann manuell oder mit Hilfe von Maschinen erfolgen.

getrockneter Estrich in einem Wohnraum

Nach dem Auftragen muss der Estrich ausreichend Zeit zum Trocknen und Aushärten haben, bevor Bodenbeläge darauf verlegt werden können.

Die genaue Trockenzeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie Estrichart, Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit.

Blick von aussen auf den modernen Eingangsbereich

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